Gobierno de la ciudad de Buenos Aires

Hospital Neuropsiquiátrico "Dr. José Tiburcio Borda"

Laboratorio de Investigaciones Electroneurobiológicas

y Revista

Electroneurobiología

ISSN: ONLINE 1850-1826 - PRINT 0328-0446

Una obra desconocida de

Georg N. Koskinas

sobre el lóbulo occipital

 

 

por

Lazaros C. Triarhou

Cátedrático de Neurociencias y Regente de Política Educacional,
División Economo–Koskinas para la Neurociencia Integradora y Evolutiva,
Universidad de Macedonia, Bldg. Z–312, Thessalonica 54006, Greece

Contacto / correspondence: triarhou[-at]uom.gr

 

Electroneurobiología 2006; 14 (4), pp. 107-144; URL http://electroneubio.secyt.gov.ar/index2.htm

 

Copyright © Electroneurobiología, August 2006. Este trabajo es un artículo de acceso público; su copia exacta y redistribución por cualquier medio están permitidas bajo la condición de conservar esta noticia y la referencia completa a su publicación incluyendo la URL (ver arriba). / This is an Open Access article: verbatim copying and redistribution of this article are permitted in all media for any purpose, provided this notice is preserved along with the article's full citation and URL (above).

Received: August 1, 2006 – Accepted: August 17, 2006

 

 

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Sumario: Una obra desconocida de Georg N. Koskinas sobre el lóbulo occipital. En 1969 Georg N. Koskinas publicó privadamente en Atenas una revisión actualizada de los aspectos morfológicos, biométricos y fisiológicos del lóbulo occipital [6]. Basóse en la previa descripción de la citoarquitectonia de toda la corteza cerebral humana que en 1925 había publicado con Constantin von Economo, refinando la nomenclatura. En breve prefacio al nuevo trabajo Koskinas, ya en sus 84 años, menciona su intención de continuar con la serie de publicaciones bajo títulos como Pallium, Telencéfalo, Rinencéfalo, Über die bessere Entwicklung der Nervenzellen der Hirnrinde des Menschen, etc. En el curso de mi proyecto [12, 13] de reunir trabajos y datos históricos de Koskinas y Economo tuve la buena fortuna de recibir, de los sobrinos de Koskinas, una de las pocas copias existentes de esa publicación (Fig. 1). El artículo se reproduce aquí integramente en su alemán original, junto con una noticia biográfica acerca de Koskinas.

Zusammenfassung: Ein unbekanntes Werk von Georg N. Koskinas über den Lobus occipitalis. 1969 veröffentlichte Georg N. Koskinas privat in Athen einen aktualisierten Bericht auf dem morphologischen, biometrischen und physiologischen Aspekten des Hinterhauptslappens [6]. Es war basiert auf seiner größeren 1925-Arbeit über das Cytoarchitektonik des ganzen Hirnrinde des Menschen, die er mit Constantin von Economo geschrieben hatte und in welchem sie die kortikale Bezeichnung verbesserten. In seiner zum neuen Beitrag kurzen Einleitung, Koskinas, am 84 Jahren, gab Ausdruck zu seiner Absicht, mit ständige Veröffentlichungen betitelten Pallium, Telencephalon, Rhinencephalon, Über die bessere Entwicklung der Nervenzellen der Hirnrinde des Menschen, usw., zu folgen. Während ich mein Forschungsprojekt durchführte, um historischen Informationen über das Leben und Arbeiten von Koskinas und von Economo [12, 13] zu sammeln, war ich glücklich genug eine Kopie dieser Publikation zu empfangen (Abb. 1), der freundlich an mich von den Neffeen Koskinas versorgt wurde. Der vollständig Artikel auf Deutsch wird hierin wieder hervorgebracht, zusammen mit einigen biographischen Punkten auf Koskinas.

Abstract: In 1969 Georg N. Koskinas privately published in Athens an updated review on the morphological, biometric, and physiological aspects of the occipital lobe [6]. It was based on his larger 1925 work on the cytoarchitectonics of the whole human cerebral cortex [1] that he had co-authored with Constantin von Economo. At the age of 84 years, Koskinas mentions in his brief preface his intention to follow with sequel publications under such titles as Pallium, Telencephalon, Rhinencephalon, Über die bessere Entwicklung der Nervenzellen der Hirnrinde des Menschen, etc. During my research project on historical information regarding the life and work of Koskinas and Economo [12, 13], I was fortunate enough to be kindly furnished by Koskinas’ nephews with one of the few extant copies of that publication (Fig. 1). The article is herein reproduced in its entirety in the original German, along with some biographical points on Koskinas.

1. La publicación privada

DR GEORG N. KOSKINAS

NEUROLOGE PSYCHIATER

LOBUS OCCIPITALIS

MAKROSKOPISCHE UND MIKROSKOPISCHE BESCHREIBUNG

Athen, 12 März 1969

Dieser ist ein kleiner Lobus und breitet sich am hintersten Teil der Hämisphäre aus in einer dreiflächigen Pyramidenform, deren Spitze den sog. Polus occipitalis bildet. Er seigt drei Flächen. Die dorsolateral, die basale und die mediale. Lateral ihre Grenze bestimmt nach vorn eine ideale Linie, die von der Enkope parietooccipitalis über den Sulcus Occipitalis primus zu der Incissura präoccipitalis zieht (grobanatomische Lobi – Grenzen – Bestimmung) oder ungefähr 5–7 mm rückwärts von der Incissura verläuft und dann um die laterale Kante herum weiter zur basalen und medialen Hemisphärenfläche und dann zur Truncus Fissura parietooccipitalis und calcarina zieht, wo sie endet. (Cytoarchitektonische Lobi –Grenzenbestimmung).

Sulci des Lobus occipitalis

Dorsolaterale Hemisphärenfläche

SULCUS OCCIPITALIS PRIMUS

Fig. 1. Frontispiece of Koskinas’ 1969 Lobus Occipitalis.

Er repräsentiert den hintersten Endteil des Sulcus interparietalis. Er zieht senkrecht nach unten und grenzt den Lobus parietalis von occipitalis ab. Unterhalb dieses Sulcus ziehen öfters zwei horizontale, parallel zu einander und zu der lateralen Kante stehende, die sog. SULCI OCCIPITALIS LATERALIS SECUNDUS UND TERTIUS.

SULCUS LUNATUS

Er ist ein kurzer und leicht bogenförmiger Sulcus, in kurzer Entfernung vor der auf der dorsolateralen Fläche liegenden Endung der Fissura calcarina. Eingefasst zwischen ihm und der Endung der Fissura calcarina befindet sich ein kleiner bogenartiger Gyrus, der sog. GYRUS DESCENDENS ECKER.

SULCUS OCCIPITALIS TRANSVERSUS

Er beginnt am Sulcus Interparietalis und zieht leicht bogenförmig dorsalwärts, rückwärts und unterhalb der parietooccipitalis Enkope. Er liegt auf dem Lobus occipitalis und erreicht niemals die dorsale Kante.

INCISSURA PRAEOCCIPITALIS

Sie liegt auf der lateralen Kante der Hemisphäre und grenzt makroskopisch die Lobi occipitalis und temporalis von einander ab. Cytoarchitektonisch jedoch liegt diese Incissura auf der parietalen Hemisphären–Hirnrinde.

Mediale Fläche

FISSURA CALCARINA

Die Calcarina ist eine konstante und sehr tiefe Fissura. Beginnt am Polus occipitalis und zieht, leicht geboren, nach vorn und etwas nach unten, um sich rückwärts vom Splenium mit der im spitzen Winkel herunterziehenden Fissura parietooccipitalis zu vereinigen und zusammen den sog. Truncus zu bilden, der ungefähr 2–3 cm weiter nach vorn läuft parallel und aussen der Fissura hippocampi. Das hintere Ende der Fissura hört sehr selten vor dem occipitalen Polus auf der medialen Hemisphärenfläche auf, sondern zieht fast immer um den Pol etwas auf die dorsolaterale Hemisphärenfläche, wo sie oftmals in einer doppelt geteilten senkrechten Endgabelung endet, oder in einem bogenförmigen Ast.

Mediale Hemisphärenfläche

SULCUS SAGITTALIS CUNEI SUPERIOR

Es handelt sich um einen sehr kurzen Sulcus, der fast horizontal auf das ober Drittel der Cuneusfläche zieht.

SULCUS SAGITTALIS CUNEI INFERIOR

Er ist länger als der Sulcus superior und zieht horizontal und parallel zur Fissura calcarina auf das untere Drittel der Cuneusfläche.

SULCUS SAGITTALIS CUNEI MEDIUS

Er verbindet des öfteren die zwei vorgenannten Sulci mit einander und verläuft meist senkrecht.

Er zieht zwischen die Fissurae calcarina und occipitotemporalis und beginnt vorn, zumeist eine Gabelung und zieht caudalwärts parallel zu den beiden vorgenannten Fissurae bis etwas vor den Polus occipitalis. Vielmals verbindet er sich an seinem Ende mit einer seichten kurzen Furche, die parallel zu der basalen Kante verläuft, den sog. SULCUS RETROLINGUALIS.

Dorsolaterale Hemisphärenfläche

GYRUS PARIETOOCCIPITALIS SUPERIOR

Es handelt sich um einen sehr kleinen flachen kurzen Gyrus auf der oberen lateralen Fläche des Lobus occipitalis, welcher zwischen den Sulci occipitalis transversus interparietalis und Enkope der Fissura parietooccipitalis und nach vorn mit dem Gyrus arcuatus posterior zusammenstösst.

GYRUS OCCIPITALIS PRIMUS (SUPERIOR)

Es handelt sich um eine kurze breite Windung, welche zwischen den Sulci occipitalis transversus occipitalis primus (anterior) und occipitalis secundus auf der dorsalen Fläche anliegt.

GYRUS OCCIPITALIS SECUNDUS

Dieser Gyrus liegt zwischen den Sulci occipitalis secundus, tertius und Sulcus lunatus.

GYRUS OCCIPITALIS TERTIUS

Er zieht längs um die dorsobasale Kante des Lobus occipitalis. Er wird umfasst von dem Sulcus occipitalis secundus, dem Sulcus retrolingualis, der schräg verlaufenden Abgabelung der Fissura occipitotemporalis, dem Sulcus lunatus und die Incissura präoccipitalis.

GYRUS OCCIPITALIS DESCENDENS ECKER

Es hantelt sich um eine kurze bogenförmige Windung, die hinter dem Sulcus Lunatus auf der dorsolateralen Occipitalfläche anliegt und die Endgabelung der Fissura calcarina umfasst.

Mediale Fläche

GYRUS LINGUALIS

Zwischen den Fissurae calcarina und occipitotemporalis liegt der Gyrus lingualis (Lingula, Zungenläppchen). Er läuft horizontal caudalwärts zum Polus occipitalis. Er ist sehr breit und lang. Auf seiner Oberfläche läuft der Sulcus lingualis, welcher ihn in den GYRUS LINGUALIS SUPERIOR und in den GYRUS LINGUALIS INFERIOR teilt.

Der Lobus occipitalis liegt caudal vom Lobus parietalis an den er allseits cytoarchitektonisch sich angrenzt, mit Ausnahme eines kleinen Gebietes welches an die mediale Hemisphärenfläche, vor der Einmündung der Fissurae parietooccipitalis direkt an den Lobus limbicus (Gyrus cinguli) anstösst, grenzt.

Die Fissura calcarina zieht auf der medialen Hemisphärenfläche vom Polus horizontalis nach vorn bis hinter den Gyrus cinguli, wo sie sich mit der Fissura parietooccipitalis vereinigt und bilden zusammen den sogenannten Truncus, welcher nach unten und vorn etwas weiter und zwischen die Fissurae hippocampi und occipitotemporalis zieht, Sie teilt die mediale Fläche des Lobus occipitalis in einem dorsalen Teil, den sogenannten Cuneus und einen ventrolateralen, den sogenannten Gyrus lingualis. Das hintere Ende der Fissura calcarina teilt sich am Polus occipitalis in einen T–förmigen Ast und zwar auf der in Konvexität occipitalen Fläche, kurz hinter dem Sulcus lunatus.

Die Hirnrinde des Lobus occipitalis teilt sich in drei Formationen. In die peripher umziehende Area peristriata OA, in die die Mitte umziehende Area parastriata OB und in die in der Mitte liegende und das Tal, Wände und Lippen der Fissura calcarina überdeckende, die heterotypische granulöse (Koniocortische) Hirnrinde, die sogenannte Area striata OC.

Die Area peristriata OA überdeckt den peripherischen grössten Teil der Oberfläche des Lobus occipitalis konzentrisch nach innen. Um die Calcarina zieht die Area parastriata OB an der medialen Fläche auf ein schmales Gebiet, wahrend auf die dorsolaterale ein sehr schmaler Teil zieht, der öfters im Sulcus Lunatus versenkt ist. In der Mitte liegt die das Tal, Wände und Lippen der Calcarina überdeckende Area striata OC.

AREA PERISTRIATA OA

Sie grenzt frontalwärts an die Parietalenrinde, nämlich mit dem Rinden Typus 3, den sie an ihrer benachbarten Grenze auch etwas annimmt, um gleich weiter ihren eigenen, den occipitalis Rinden Typus 4 vollständig anzunehmen.

Sie bedeckt auf der dorsolateralen occipitalen Fläche zu 80% ihres nach vorn gelegenen Feldes und auch die Hälfte ihrer medialen Fläche.

Makroskopisch zeigt die Rinde eine Zellenrichtung und eine Schichten Schmalheit mit Ausnahme der zur Parietalen Rinde benachbarten Gebiete, wo sie breiter ist. Sie liegt an der Kuppe unter 2,4 mm und an den Wänden auch unter 2,0 mm. An der medialen Hemisphärenfläche ist die Rindenbreite schmäler als an der Konvexität.

I.                     Die Molekularschicht. Sie ist sehr schmal 0,18–0,20 mm und hat ungefähr 6 Zellen pro 0,1 mm3 und ca. 7/5 μ Grösse.

II.                 Die äussere Körnerschicht. Ihre Rindenbreite schwankt zwischen 0,20–0,25 mm und kann sie an der Konvexität doch bis zum 0,29 mm erreichen.

Entgegen der Schmalheit der ganzen Rinde zeigt sie recht hohe Zahlen, und zwar bis zum Doppelten des Durchschnittswertes 10–16% der ganzen Rinde. Nach unten ist die Abgrenzung von der III. Schicht unmöglich, so dass man das Doppelte der Breite max. annehmen kann. Sie besitzt meist kleine Pyramiden und dreieckige Zellen von 10–12/6–8 μ und nur an der obersten Fläche kommen kleinste Zellen von 5–7/5–6 μ vor. An der Kuppe befinden sich 60–70 Nervenzellen und in der Wand 80–100 pro 0,1 mm3.

III.             Pyramidenschicht. Sie zeigt eine Rindenbreite von 0,72 mm an der Konvexität und 0,60 mm an der Medialfläche. Die IIIa zeigt eine Breite von ungefähr 0,20 mm mit Zellengrössen von 10–13/8 μ und ca. 55 Zellen pro 0,1 mm3. Unterhalb zeigt die IIIb Zellengrössen von 20/12 μ und weiter darunder grössere Pyramidenzellen von 30/15–20 μ Grösse und eine Anzahl von ca. 45 Zellen pro 0,1 mm3. Weiter unten kommen sporadisch vereinzelt sehr viel grössere Pyramidenzellen vor, die aber keine IIIc Lage bilden und ungefähr fünf Stück pro 0,1 mm betragen. Nach vorne, in der Nähe der Fissura parietooccipitalis und des Lobus parietalis trifft man zahlreiche grössere Pyramidenzellen, die den Modifikationen OAm, ΟΑ2 entsprechen.

IV.   Die innere Körnerschicht. Sie tritt stark, auffallend deutlich und sehr lebhaft in Erscheinung, durch ihre Zellenreichtum die grösste Zellendichtigkeit und die dunkle Färbung. Ihre Breite an der medialen und dorsolateralen Fläche schwankt zwischen 0,16 und 0,24 mm und nimmt 10–13 % der Rindenbreite ein. Sie bildet in ihrer Mitte einzellendichtes Band durch welches die Radii der senkrechten Streifung nicht durchkommen. Zumeist sind ihre Zellen richtige Körnerzellen, oval rund, dreieckig von 6–7–8/6–7–8 μ Grösse und in der tiefsten Lage erreichen einzelne Zellen die Grösse von 12/12 μ, diese aber vereinzelt sehr grossen Zellen dürfen von der III. oder V. Schicht disloziert sein. An der Wand sind sie von der Grösse 4/4 μ und 5/5 μ. Die Zellenanzahl beträgt 150 Zellen pro 0,1 mm3.

V.         Ganglionäre Schicht. Sie ist die am meisten verschlmälerte Schicht von 0,38–0,40 mm. Die Zellen dieser Schicht sind sehr klein und kaum grösser als die der unteren Körnerzellen der IV. Schicht. Die Zellen sind keine richtigen Pyramidenzellen, sondern zumeist kleine dreieckige, vieleckige, spindelförmige Zellen, 8–10/8 μ und eine geringe Anzahl von 10–13/8–10 μ sowie ganz isolierte von 15–20/10–12 μ.

Bei ungefähr diesen drei Grössen sind unter 60 Zellen, die 40 vom kleinsten, die 18 vom mittleren und die 2 vom grössten Kaliber.

An der Kuppe sind 40 Zellen pro 0,1 mm3 und an der Wand 50 Zellen pro 0,1 mm3. Die deutliche und starke Kleinheit und ihre starke Zellenarmut, im Verhältnis zu der Zellendiehtigkeit der IV. und zu den Grössenmassen der Zellen der VI. Schicht, rufen eine charakterische, lebhafte Aufhellung der V. Schicht hervor.

VI.   Die Spindelzellenschicht. Sie ist nicht so stark verschmälert wie die V. Schicht, 0,20 mm. Sie teilt sich aber nicht deutlich in eine obere breitere. Zellendichte und eine untere schmälere und Zellenlockere. Die VIa besteht aus 55–60 Zellen pro 0,1 mm3 und von 20–30/8–10 μ Grösse mit deutlichem Kern, Kernkörperchen und einer Trabantzelle.

Die VIb–Lage zeigt eine geringere Zellenanzahl und Grösse. Ein Dutzend pro 0,1 mm3 und Grösse von 15–20/8 μ. Die VI. Schicht zeigt eine charakteristische Zerklüftung in plumpe Säulen und etwas zu breiten zahlreichen Sockeln, die bis zu der IV. Schicht hinaufreichen. An der unteren Hälfte dieser Zellsockel sind ungefähr 20–30 Spindelzellen vorhanden, und zwar horizontal gestellt, darüber 15–20 kleine trianguläre Zellen der V. Schicht und darüber eine lockere Gruppe von Körnerzellen der IV. Schicht. Diese Sockel sind nicht nur senkrecht gerichtet, sondern auch schief und bilden des öfteren ein S.

Die Spindelzellenschicht grenzt scharf vom Mark ab. An den Wänden dieser Area ΟΑ sind die Zellen grösser.

Lokale Modifikationen der AREA PERISTRIATA.

Schmalheit der Rinde und deutliche Erscheinung der Säulchen–(Pakete) Bildung. Sie ist nicht überall gleichmässig gebaut, sondern enthält drei Varianten, und zwar die Area peristriata posterior ΟΑ1, die Area peristriata anterior OΑ2, welche die hintere Wand der Fissura parietooccipitalis, das vordere obere Teil des Cuneus und einen kleinen Streifen auf der Konvexität caudalwärts von den Sulci occipitalis 1 (primus) und den occipitalis (parietalis) transversus bis an die Mantelkante hinaufzieht. An der III. Schicht kommen charakterische grosse Pyramidenzellen vor. Ιn der IIIb 20–25 Zellen pro 0,1 mm3 mit Grösse 20–25/15–20 μ und in der IIIc verstreut sehr grosse schlanke Pyramidenzellen von 30–50/20–30 μ Grösse. Ιn der V. Schicht sind 40–50 Zellen pro 0,1 mm3 und 8–12/8–10 μ ausserdem sporadisch sehr grosse, ziemlich schlanke Pyramidenzellen von 25–40/20–25 μ und ungefähr 3 pro 1,0 mm3.

Area peristriata magnocellularis OAm. Sie bedeckt ein sehr kleines Gebiet oberhalb des Sulcus sagittalis cunei superior auf der medialen Fläche und zwischen den Sulci occipitalis 2 (secundus) und 3 (tertius), wo an der Wand die grossen Pyramidenzellen in der V. Schicht fehlen, während die grossen Zellen in IIIc vorhanden bleiben. Im allgemeinen befinden sich in der Nähe des Lobus parietalis in der IIIc. Schicht zahlreichere grosse Zellen als sonst in ΟΑ.

AREA PARASTRIATA ΟΒ

Sie umschliesst allseits konzentrisch die Area striata und ist von dieser haarscharf abgegrenzt. Αn der dorsolateralen Hirnfläche nimmt sie ein sehr kleines Gebiet um den Sulcus lunatus ein. An der medialen, beiderseits der Calcarina nimmt sie einen breiten Streifen ein. Die Area parastriata zeigt deutlich zwei eigene Charakteristika. Unmittelbar an der gesamten Grenze mit Calcarina herum tritt eine konstante Umformung der Rinde, in einer Breite von kaum 1 mm Durchmesser, der sogenannte Limes parastriatus gigantopyramidalis mit sehr vielen pyramidenförmigen Riesenzellen von 70/25 μ Grösse, sehr deutlich und lebhaft in Erscheinung. Wie um alle koniocortischen Rinden–Areae herum kommt auch hier eine Gleiche die parasensorische Zone, die Limes parastriatus gigantopyramidalis, vor, die vielleicht auf die sensorisch–optischen Reize durch reflektorische Einstellungen der Attention antworten. Zweitens eine Tendenz, jedoch nicht konstant, zur flächenweisen Bildung der sogenannten Maculae granulosae Areae parastriatae ΟΒΩ.

Die beiden Areae ΟΑΟΒ peristriata und parastriata zeigen an der tiefen Lage, und zwar an den Varianten ΟΑ2 und OAm der III. Schicht sporadisch grössere Pyramidenzellen.